Aktuelles aus dem Netz- YouTube + Handyverbot an Schulen

Es ist unglaublich viel passiert die letzten Wochen was den medialen News-Stream angeht.

Ein paar Sachen davon, möchte ich mit Ihnen teilen.

Zum einen ist das Thema Magersucht und Medien wieder in den Fokus gerückt. In einer neuen Studie werden die medial vermittelten Körperbilder und ihre Wirkung auf junge Mädchen untersucht. Besonders in den Fokus kam hierbei die Wirkung von Germanys next Topmodel.

 http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/Goetz_Mendel_Malewski_final.pdf

Passend dazu hat Bibi von BibisBeautyPalace ein Video mit dem Titel „Unzufrieden mit meinem Körper“ veröffentlicht. Neben den eher oberflächlichen und kommerzialisierten Inhalten, die dort sonst zu finden sind, spricht sie hier von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Körperbild. Durchaus ein Video, dass als Diskussionsanlass genutzt werden kann und besser wirkt, als hierfür aufgesetzte Aufklärungsvideos von „Erwachsenen“.

https://www.youtube.com/watch?v=WU2BajLi74k

Apropos YouTube und YouTube Stars- in Berlin hat nun das erste YouTube Studio in Deutschland eröffnet. Eine interessante Entwicklung…

 http://www.musikmarkt.de/Aktuell/News/YouTube-eroeffnet-Studios-in-Berlin-kostenlos-fuer-erfolgreiche-Channel

Zum Schluss treibt mich mal wieder das Thema Handyverbot an Schulen um. Einige Schulen in der Umgebung haben gerade ein neues Handyverbot oder Teilverbot erlassen. Dies bringt mich immer zum Nachdenken. Einerseits kann ich die Position der Schulen sich den „Ärger“ vom Hals zu halten verstehen, andererseits ist das Ganze eh nicht wirklich durchsetzbar. Handyverbote werden eigentlich überall übergangen. Vor allem aber finde ich die Grundhaltung, die hinter solchen Verboten steckt spannend. Es sagt viel darüber aus, wie sich Schule begreift.

Als Ort, an dem vorhandenes Wissen gelehrt wird und der Lehrplan das Wichtigste ist- oder als Ort der Bildung- und Erziehung.

Die Frage nach dem Umgang mit mobilen, digitalen Medien ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir müssen Werte und Normen entwickeln, wie wir, als Gesellschaft mit dieser Veränderung umgehen wollen. Welche Verhaltensweisen sind in Ordnung, welche respektlos oder unangebracht? Diese Werte und Normen müssen gemeinsam entwickelt und erprobt werden. Nun stellt sich die Frage, ob sich Schulen als Raum begreifen, in dem Platz für die Entwicklung und Erprobung von neuen gesellschaftlichen Umgangsformen ist – oder eben nicht. Sicherlich ist es anstrengend sich der Frage zu stellen. Doch bezieht man Schüler/-innen mit ein und macht sich gemeinsam auf den langen Weg, kann dies für alle sehr bereichernd sein. Um SuS tatsächlich auf das reale Leben vorzubereiten kann es eigentlich nicht sein, dass ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lebenswelt komplett aus einer Sozialisationsinstanz herausgehalten wird.

Mir ist klar, das dies eine Außensicht auf Schule ist und die Realität vor Ort oft anders aussieht, doch ich würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere zumindest einmal Gedanken darüber macht, welches Selbstverständnis hinter solchen Entscheidungen steckt.

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