Wochenrückblick KW49

Der Wochenrückblick widmet sich heute doch noch dem aktuellen Thema Sexting. Eigentlich wollte ich auf den Zug nicht aufspringen, aber man kann das Thema nicht mehr ignorieren. Wir arbeiten seit Jahren in dem Bereich und haben das Weiterschicken von Fotos/Videos immer als einen Aspekt von Onlinemobbing beleuchtet.

Unter dem Begriff wird zur Zeit nicht das ursprüngliche Sexting ( sex und texting- flirten mit Hilfe von erotischen Inhalten wie Nacktbildern) diskutiert, sondern das Phänomen, dass recht viele Nacktfotos von Minderjährigen im Netz herumgeistern und geteilt werden. In die Öffentlichkeit gelangen diese häufig durch Racheakte ehemaliger Partner/-innen. Da man, wenn man mit Jugendlichen spricht erfährt, dass dies keine Einzelfälle sind, stellt sich die Frage nach dem pädagogischen Handeln. Was macht man denn jetzt? Natürlich kann man im schlimmsten Falle die Polizei zu Hilfe ziehen, da das weiterschicken von privaten Fotos natürlich mehrere Straftatbestände erfüllt ( vgl. §201a ). Doch im Vorfeld macht es Sinn erst einmal pädagogisch tätig zu werden und großflächig Aufklärung zu betreiben. Sprich man sollte mit den Schüler/-innen darüber reden und eine gemeinsame Haltung entwickeln. Ein großes Problem ist das fehlende Unrechtsbewusstsein beim Weiterschicken/ Zeigen / Bekommen von solchen Fotos und Videos. Da „die Schlampe ja selbst schuld ist“. Hier ist es wichtig zunächst einmal anzusetzen: Warum macht man solche Fotos/Videos?

Meine Antwort darauf:

Jeder der verliebt ist macht einmal etwas Blödes. Man vertraut dem Anderen oder will das Herz des Anderen gewinnen. Hierzu greift man zu Mitteln, die man nicht benutzen würde wenn man nicht verliebt wäre. Wer noch nie irgendetwas Blödsinniges gemacht hat, weil er / sie verliebt war / ist hat ein verdammt langweiliges Leben. Ein solcher Ausrutscher sollte aber nicht dazu führen, dass man darauf reduziert wird und darunter ein Leben lang leiden muss.

Weitergehende Prävention:

Dann sollte man mit den Schüler/-innen Handlungsweisen erarbeiten. Was mache ich wenn ich ein solches Foto / Video geschickt bekomme? Wie kann ich darauf reagieren? Als Gesprächsanlass kann man die Anti- Sextingzipit App Zipit http://www.childline.org.uk/play/getinvolved/pages/sexting-zipit-app.aspx verwenden. Diese stellt einem Bilder zur Verfügung, die man als Antwort posten kann. Denn Sinn oder Unsinn der App sollte man dann mit Schüler/-innen diskutieren und daraus resultierend eigene Wege erarbeiten.

  1. Was mache ich wenn mir ein guter Kumpel das Foto einer Bekannten schickt?
  2. Was mache ich wenn ich von einem Bekannten ein Foto einer Unbekannten bekomme?
  3. Etc. etc……

Hat man dann gemeinsame Wege erarbeitet kann man das Phänomen gut eindämmen.

Hilft alles nichts, sollte man sich doch einmal an die/den örtlichen Jugendkoordinator/-in der Polizei wenden.

 

 

Weitere spannende Links:

Stadtentwicklung mit Computerspielen? Ja das geht- so bekommt man Kinder zum Mitwirken. Am zweiten Projekt waren wir mit dem Infocafe beteiligt.

http://pb21.de/2013/12/pb028-jugendliche-beteiligen-sich-mit-computerspielen-an-der-stadtentwicklung/

Ergebnisse des Langzeitforschungsprojektes Medienkonvergenz Monitoring veröffentlicht.

http://www.uni-leipzig.de/~mepaed/medienkonvergenz-monitoring

www.vistas.de/vistas/in_vorbereitung/Die_Aneignung_konvergenter_Medienwelten_durch_Jugendliche/529/detail.html

 

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